Anlasser spurt ein bei Motorlauf / Zündschloss Stellung 2 (BMW-E24-Forum)
also...
bisher gemacht / geprüft:
- Kabelisolation/Klebeband soweit möglich vom Leitungssatz im Motorraum abgepopelt und Leitungsisolationen kontrolliert, Motorstecker und Diagnosestecker kontrolliert > alles unauffällig.
An den Leitungssatz über dem Motor komme ich nicht ohne weiteres dran, da verlaufen die Leitungen in einem dicken Bougierohr. Da läuft zwar auch sw/ge durch, aber ich habe ausgiebig am Leitungssatz "gerappelt":
- Multimeter mit Durchgangstest (Piepton) auf sw/ge, überall am Kabelsatz gerappelt, wo ich hingekommen bin > unauffällig
- Zündstartschalter auseinandergebaut > unauffällig. gereinigt, wieder zusammengebaut
Ich habe den Motor inzwischen geschätzte 100 Mal gestartet, ohne Probleme, Motor lief auch schon ca. 5 Minuten am Stück. Ich konnte den Fehler bisher nicht mehr reproduzieren.
Was mir zu denken gibt ist der "zeitliche Verzug" beim ersten Auftreten des Fehlers:
ich hatte den Motor ausgeschaltet, das Zündschloss dann anschließend in Position 2 wieder angeschaltet. Dann hat nach ein paar Sekunden (!) der Motor selbsttätig gestartet ohne dass ich etwas anderes im / am Fahrzeug wissentlich manipuliert habe. Wo kann dieser Zeitliche Verzug herkommen??
Für den Fehlerfall „nur Benzinpumpe läuft“ auf Zündschloss Stellung 2: Bei diesem Fehler habe ich das Zündschloss ca. 5 – 10 mal aus- und wieder eingeschaltet, die Spritpumpen sind auf Stellung 2 sofort angelaufen und sind mit gleichmäßiger Drehzahl schön konstant gelaufen. Einen Kurzschluss im Laststromkreis schließe ich praktisch aus.
Das Spritpumpenrelais wird vom Motorsteuergerät gesteuert. Meiner Kenntnis nach darf die Pumpe nur laufen, wenn der Motor läuft/dreht. Das Motorsteuergerät ist aber auch mit sw/ge vom Anlasserstromkreis verbunden (PIN 4 am Steuergerät), d.h. ich nehme an, dass das Motorsteuergerät im Normalfall das Spritpumpenrelais bereits ansteuert, sobald Spannung an sw/ge anliegt ("Start" vom Zündanlassschalter) und nicht erst wenn Signale vom Drehzahlgeber kommen, dass der Motor läuft (macht auch Sinn im Startfall, dass sofort Benzindruck anliegt).
Mal andersrum: Kann ich einen "Fehlerfall" konstruieren, bei dem Spannung auf sw/ge anliegt, die ausreicht das Motorsteuergerät zu triggern (Spritpumpe an), aber der Anlasser nicht anspringt? Und woher soll diese Spannung kommen (Zündanlassschalter und Kurzschluss im Kabelsatz ausgenommen)?
Gruß Stefan
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635 CSI Automatik, Bj. 1986, z. Zt. in Restauration