Lüftermotor / Transistoren kühlen (BMW-E24-Forum)
Hi allerseits!
Es ist tatsächlich so - im eingebauten Zustand ist die Stromaufnahme
des Lüftermotors deutlich höher. Der Motor nimmt so ziemlich genau
pro angelegtem Volt auch etwa 1 Ampere an Strom auf - mit 14 Ampere
Spitzenstrom ist also durchaus zu rechnen.
Ich hatte mal versucht die Verstärkungsfaktoren zu erklären. Gerne
noch mal. 
Hinweis: Alle Zahlen sind frei erfunden - sie dienen nur
zum Verständnis!!!
Stellt euch vor das Poti ist der Boß - der Transistor im Drehregler
ist der Vorarbeiter, der Transistor am Gebläse ist der arme Arbeiter
ganz am Ende der die ganze Arbeit machen muss. Aber die Jungs haben
eine Gewerkschaft. Und die hat ausgehandelt, das für jeweils
99 Handschläge die der Arbeiter ackern muss auch der Vorarbeiter
einen Handschlag tun muss. Und für 99 Handschläge die der Vorarbeiter
macht muss seinerseits der Boß auch einen Handschlag machen. Das
ist das Optimum und entspricht jeweils dem Verstärkungsfaktor von
99. Nun gibt es aber ganz schlechte Arbeiter - die verlangen
das der Vorarbeiter für 99 Handschläge schon 20 oder 30 mal zupacken
soll. Der Verstärkungsfaktor sinkt (99 / 30 = 3,3) - der Arbeiter hat es
etwas einfacher, aber dem Vorarbeiter (und indirekt auch dem Boß)
wirds aber deutlich wärmer.
Sprich: Wenn es dem Transistor im Drehregler zu warm wird (er also
kaputt geht), dann liegt das meistens daran das der Transistor
draussen am Motor einen zu kleinen Verstärkungsfaktor hat.
Woran liegt das? Den Verstärkungsfaktor kann man bei der
Herstellung nur so ungefähr "einstellen". Laut Spezifikation
ist ein Transistor in Ordnung wenn der Faktor im Bereich von
Beispielsweise 50 bis 150 liegt. Leider wurde die Schaltung
im BMW aber so konzipiert das sie nur funktioniert wenn der
Verstärkungsfaktor über 100 liegt. Selbst wenn der Transistor
den man gerade ganz stolz bei Conrad gekauft hat ok ist, dann
muss die Schaltung also noch lange nicht funktionieren. Die
Exemplare von BMW werden speziell geprüft und aussortiert sein.
Kann man den Transistor im Drehregler kühlen und was passiert dann?
Unter den Transisitor kann man mit Hilfe von Wärmeleitpaste ein
kleines Kupferblech montieren. Dies kann man auch durch einen
Schlitz im Gehäuse nach aussen führen. Man muss nur aufpassen das
man keine anderen Bauteile berührt. Neuere Module haben ein
solches Blech bereits ab Werk. Es droht dann aber eine andere
Gefahr: Der Arbeiter macht seine Arbeit nicht so gut, der
Vorarbeiter muss mehr machen - aber da er nun gut gekühlt ist
stört ihn das nicht - aber der Boß muss ja auch mehr machen.
Und das Poti ist: a) ziemlich empfindlich, b) nicht zu kühlen
und c) man kann es nicht auf dem freien Markt erwerben. Wenn
das also kaputt ist, dann ist ein komplett neues Modul fällig.
Man muss also schon schauen das die Verstärkunsfaktoren passen.
Alternativen?
3-Stufiger Schalter aus anderen Fahrzeugen? Sicherlich möglich,
aber a) auch nicht Fehlerfrei - die dafür notwendigen Vorwiderstände
gehen auch ganz gerne mal kaputt und b) in meinen Augen nicht
eines 6ers würdig 
Die Schaltung umzukonstruieren ist möglich aber leider 'ne Menge
Arbeit. Entweder nimmt man dann Bauteile die die Hitze besser
verdauen können oder man rüstet auf das Prinzip eines
Schaltnetzteils um. Das käme dann zwar ohne Kühlung aus, aber
dafür hat man dann mit so richtig fetten Störungen im Bordnetz
zu kämpfen 
Gruß Holger