Re: Öldruck (BMW-E24-Forum)
Als Antwort auf: Öldruck von Chris am 19. März 2003 20:43:22:
Du hast leider nicht geschrieben, wo Du den Geber verbaut hast, auch hast Du nicht beschrieben, was Du unter "bis DER Öldruck da ist" verstehst, bzw. wieviel ist denn DER Öldruck (nach Start)?
Abgesehen davon können natürlich auch der Geber oder das Instrument eine gewisse Trägheit ihr eigen nennen, trotzdem sind 15 Sekunden ziemlich viel; üblich sind eher 5 bis spätestens (bei komplizierteren Motorkonstruktionen oder sehr kaltem Motor/-öl) 10 Sekunden. Die stationären Öldrücke sind ok, die Ölsorte ist, mal abgesehen von eher spezielleren Belastungen, nicht außerordentlich wichtig. Ein Markenöl ist andererseits auch nicht gerade schädlich.
Vom Motor und seinen Eingeweiden hört man schon deshalb recht viel, weil modernere Fahrzeuge sehr viele akustisch entkoppelte Abdeckungen und weitere Schalldämm-Maßnahmen an Bord haben, die aber ihrerseits auch wieder Gewicht kosten... ich kann mich an ein Projekt erinnern, bei dem alleine die weiterentwickelte Motorkapselung eines Diesel-Pkw rd. 50 kg Mehrgewicht nach sich zog, da waren die zusätzlichen Maßnahmen rund um die Fahrgastzelle noch nicht eingerechnet. Aber wenn Du dir nicht sicher bist bzgl. der Bauteilakustik, kann das zu Rate gezogene Ohr eines Fachmanns vielleicht die gewünschte Gemütsruhe (wieder) herstellen.
Noch was zum Phänomen "später" Druckaufbau: da hat sich ein Begriff aus dem amerikanischen Motorenbau durchgesetzt. Bei den dort 'üblichen' V8-Motoren sind die Kipphebel, die rocker arms (rock heißt kippen oder wippen, ein Schaukelstuhl ist ein rocking chair; ob die Rocker so heißen, weil sie zivilisatorisch auf der Kippe stehen? Zumindest glaub(t)en das ja die Normalos, also die Durchschnittlichen
die von der Ölpumpe weitestentfernten Bauteile, deshalb wird die Zeit bis zur, hierzulande manchmal so genannten, Durchölung des Motors als rocker arm oiling time bezeichnet. Nur so am Rande...