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An die Schnelleren M30 im Land :-) B9, B10, B11, H6, H6s.... (BMW-E24-Forum)

Tom, Schrobenhausen, (vor 13 Tagen)

Schnitzer S6, MK-Motorsport, Matthes, M635Csi und Konsorten

wer hatte seinen Sechser schon einmal auf einem Leistungsprüfstand und möchte mir die reine Radleistung-/Drehmoment-/Drehzahl mitteilen ...... nix schön gerechnetes...würde mich mal echt interessieren. Dürfen sich auch Leute melden mit den entsprechenden Automatikfahrzeugen. Kein Interesse besteht bei Zwangsbeatmeten :-P

Wie gesagt, reine Radleistung und nix schön gerechnetes mit Schleppleistung und dann womöglich noch auf der Bremse :-D

Falls was kommt, sagt ich schon mal vorab Danke

--
Gruß
Tom

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An die Schnelleren M30 im Land - nö :-)

Rot-Runner, Bei Stuttgart, (vor 12 Tagen) @ Tom

Hi Tom,

bewußt noch nie gemacht - stell ich mir eher enttäuschend vor, wenn da statt der verspochenen 286 nur irgendwas um die 250PS rauskommen :-)
Aber ich bin gespannt, was bei deinem rauskommen wird... oder rausgekommen ist?

--
Viele Grüße
Markus

“Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.
Die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.”

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An die Schnelleren M30 im Land - nö :-)

Tom, Schrobenhausen, (vor 11 Tagen) @ Rot-Runner

Na servus :-),

Radleistung kommen wahrscheinlich knapp unter 250Ps rauskommen, das langt aber auch und macht Spaß.
Na hab das ganze jetzt ziemlich lang schleifen lassen, ich greife jetzt aber wieder an :-). Ist schon was raus gekommen, weis aber noch nicht ob ich zufrieden bin :-D

--
Gruß
Tom

An die Schnelleren M30 im Land :-) B9, B10, B11, H6, H6s....

honyama, (vor 12 Tagen) @ Tom

Hallo,

also ich kann als Ausgangsbasis die Leistungsmessung eines Serienmotors 218 PS katlos Motronik mit elek. Leerlaufsteller aus 09/1985 mit Fächerkrümmer und geändertem Motorsteuergerät anbieten. Motor hatte damals gut 160.000 km gelaufen und außer mal ner Kopfdichtung wurde nichts dran gemacht.

[image]

Vielleicht noch ein kurzer Exkurs zu Leistungsmessungen und Vergleichbarkeit, bevor hier mit falschen Erwartungen gespielt wird.

Zunächst einmal lässt sich die Schleppleistung "beliebig" manipulieren, durch zu geringen Luftdruck, extremes Abspannen der angetriebenen Achse, lapidar leichtes manuelles Bremsen beim Ausrollvorgang oder auch ein schlichtes Verändern der angenommenen Massenträgheit oder deren Zuschlagsfaktoren, welche bei älteren Prüfständen händisch eingetippt werden müssen.
Soll heißen, dass dieser ermittelte Wert immer mit Vorsicht zu genießen ist.

Ich habe beruflich sehr viel mit Leistungsmessungen zu tun und wir haben einmal Versuche gemacht mit niedrigem und hohen Luftdruck bei einem E-Fahrzeug mit ziemlich konstanter Leistungsabgabe gemacht (inkl. Messung der Entladeströme aus der Batterie!). Je nach eingestellten Luftdruck schwankten die Messergebnisse sehr stark und manch eine Messung ergab mehr Leistung als das Fahrzeug gemäß Werksangabe hatte. Sprich, hier sieht man wie komplex die Zusammenspiele bei einer Leistungsmessung auf der Rolle sind.

Besser ist natürlich ein Prüfstand, welcher direkt an der Schwungscheibe die Leistung abgreift- z.B. über eine Zapfwelle o.ä. und somit die sog. Schleppleistungsverluste aus Kupplung, Getriebe, Kardanwelle, Differential, Antriebswellen, Radlager und Walkarbeit der Reifen entsprechend umgehen.

Nächster Streitpunkt ist häufig die Berechnung der normierten Leistung. Dazu muss man wissen, dass die gemessene ("tatsächliche") Leistung stark von der Außentemperatur und dem Luftdruck (und somit in starken Zusammenhang mit der Höhe des Messorts) abhängig ist. Gerade ältere Saugmotoren reagieren sehr stark darauf.

Auch hierzu haben wir viele Vergleichsmessungen an verschiedenen Orten an ein und dem selben Moped durchgeführt und wir waren doch stark überrascht. Damit man die Leistung entsprechend miteinander vergleichen kann, gibt es eine Formel nach EU-Recht, welche die gemessene (also tatsächlich an dem Messort erreichte) Leistung so vereinheitlicht, dass sie als Norm-Leistung angegeben werden kann und Deutschland- bzw. EU-weit oder gar weltweit eine Vergleichbarkeit zulässt. Spontan fällt mir dazu eine ältere Abschlussarbeit eines Studierenden ein, als es darum ging einen passenden Korrekturfaktor für Motoren aus Deutschland (Europa) und aus Südamerikanischer Produktion miteinander vergleichen zu können. Nur für diesen ollen Korrektur- oder Vergleichsfaktor waren damals monatelange Tests und Auswertungen und verschiedensten Laborbedingungen notwendig.

Sprich bei hohem Luftdruck und somit guter Zylinderfüllung (z.B. Nordsee oder Rheinebene) kann es sogar passieren, dass von der tatsächlich gemessenen Leistung etwas abgezogen werden muss, zur Errechnung der Normleistung. In Höhenlagen hingegen wird die tatsächliche Leistung um einen Korrekturfaktor größer 1 nach oben gerechnet. Das einem durchschnittlichen Autofan zu verklickern ist zum Haare raufen und gerade auf Moped-Events habe ich die Diskussion am Ende aufgegeben, da eh jeder immer viel mehr Leistung hat und unser Prüfstand grundsätzlich falsch und scheiße misst. Korelliere ich dann immer das Messergebnis mit der von mir geschätzten Höchstgeschwindigkeit (die ich überschlägig auf Basis von Erfahrungswerten und den zu Grunde liegenden Fahrwiderständen berechne), dann ernte ich immer Zustimmung und damit entlarven sich die meisten Mopedbesitzer immer selbst. Die Physik lässt keinen Platz für "die hat mindestens 20 PS mehr".

Auch hier gibt es wieder Grenzwerte (ich meine max 5-7 %) ehe das Rechenverfahren keine normierte Leistung mehr zulässt.

Mir fallen hierzu spontan einige Gerichtsverfahren ein, welche der in Südbayern ansässige Tuner ABT (Audi) mal an der Backe hatte, weil an unterschiedlichen Orten die Leistung ermittelt wurde und dann argumentiert wurde, dass ein Mangel vorliegt, weil das Auto ja nicht die 650 PS bla bla gemäß Eintragung hat. In der Realität handhabt man es auf den Prüfständen meist auch so, dass man 3 Messungen hintereinander macht und dann je nach Ausgangslage (z.B. Staatsanwaltschaft oder Polizei lässt Auto beschlagnahmen auf Grund des Verdachts von illegaler Leistungssteigerung mit Veränderung der CO2-Besteuerung) den niedrigsten, höchsten oder Mittelwert als Arbeitsgrundlage nimmt.

--
Cosmosblauer 09/85 635CSi, Sportsitze pacific mit Klima, abnehm. AHK, 25% Sperrdifferential, SWRA, eSSD, BC2, Tempomat, elek. Antenne, Feuerlöscher Fahrersitz, Sitzheizung vo+hi, Zender-Seitenschweller, Oil-Level-Matic, Öldruck/Temperatur- und Voltanzeige

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honyama, (vor 12 Tagen) @ honyama

Achja, und von den grafischen Tricksereien ("Beschönigungen des Leistungs-und Drehmomentverlaufs) seitens BMW bei der Darstellung der Messwerte in den Handbüchern möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen. Hier wurde bewusst mit einer sehr groben Skalierung und kleinen Darstellung gearbeitet, damit die Kurve möglichst linear und gleichmäßig erscheint. Die Realität ist hingegen eine ganz andere, wie mein exemplarisches Foto zeigt.

Ich habe auch mehrere M20-Stroker bereits gebaut und auf unserem geeichten Prüfstand gemessen. Die Verläufe sind meist nie so aalglatt wie das was alle in ihren Auto-Motor-Sport-Werksangaben,Werbeprospekten usw. (recht grob skaliert) präsentieren.
Grüße hony

--
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Tom, Schrobenhausen, (vor 11 Tagen) @ honyama

Hi,
ich habe mir schon gedacht dass ich Dich mit Deinem Wissen locken kann. Vielen Dank für Deine ausführlichen Beschreibungen, ist echt ein interessantes Thema. Die mords Prüfstandaufbauten sind mir damals vom BMW Versuch und der Motorsport GmbH bekannt....is aber auch schon wieder 40Jahre her.

Nehmen wir mal an, ich habe eine Messung nur mit Radleistung und Drehmoment, wieviel muss man deiner Erfahrung in Etwa nach als Verlustleistung ansetzten 3.5er mit 3HP Automatik? Klar ist´s wahrscheinlich ein Ratespiel, aber 15% dürften es doch gut und gerne sein, oder?

Die Verlustleistung von den sagen wir "15%" schlägt doch auch beim Drehmoment zu Buche oder?
Demnach sollte ich bei angenommen 15% Verlusten, auf meinem Protokoll die Radleistung und das Drehmoment 85% der reinen Motorleistung betragen oder?

Ich schmeiß jetzt mal in Raum, Radleistung 233 PS bei 6050 u/min, Max Drehmoment 305Nm bei 3800 u/min, von 3400-5200 über 300Nm.
Leistung steigt bis zum Schluss bis mein Begrenzer sagt....i mog nimmer :-( . Fährt sich geil, hat Biss wie Sau und zieht in jeder Lage, sodann meine Automatik die ersten 40Km/h des ersten Ganges geschafft hat. Die ersten paar Meter sind ziemlich träge, der erste ist aber auch bissl lang geht bis 100 :-)

Gruß Tom

--
Gruß
Tom

An die Schnelleren M30 im Land :-) B9, B10, B11, H6, H6s....

honyama, (vor 11 Tagen) @ Tom

Hi,
ich habe mir schon gedacht dass ich Dich mit Deinem Wissen locken kann. Vielen Dank für Deine ausführlichen Beschreibungen, ist echt ein interessantes Thema. Die mords Prüfstandaufbauten sind mir damals vom BMW Versuch und der Motorsport GmbH bekannt....is aber auch schon wieder 40Jahre her.

Nehmen wir mal an, ich habe eine Messung nur mit Radleistung und Drehmoment, wieviel muss man deiner Erfahrung in Etwa nach als Verlustleistung ansetzten 3.5er mit 3HP Automatik? Klar ist´s wahrscheinlich ein Ratespiel, aber 15% dürften es doch gut und gerne sein, oder?

Die Verlustleistung von den sagen wir "15%" schlägt doch auch beim Drehmoment zu Buche oder?
Demnach sollte ich bei angenommen 15% Verlusten, auf meinem Protokoll die Radleistung und das Drehmoment 85% der reinen Motorleistung betragen oder?

Ich schmeiß jetzt mal in Raum, Radleistung 233 PS bei 6050 u/min, Max Drehmoment 305Nm bei 3800 u/min, von 3400-5200 über 300Nm.
Leistung steigt bis zum Schluss bis mein Begrenzer sagt....i mog nimmer :-( . Fährt sich geil, hat Biss wie Sau und zieht in jeder Lage, sodann meine Automatik die ersten 40Km/h des ersten Ganges geschafft hat. Die ersten paar Meter sind ziemlich träge, der erste ist aber auch bissl lang geht bis 100 :-)

Gruß Tom

Hallo Tom,

bezüglich der Verluste eines antiken 3HP oder 4HP müsste ich gerade mal meine alten ZF-Kontakte reaktivieren. Ich versuche mal ein wenig Einblick in die Grundlagen der allgemeinen Kraftfahrzeugtechnik zu geben und weiche daher deiner Frage bewusst aus. ;-)

Grundsätzlich legt man bei Antriebsstrangabschätzungen einen Wirkungsgrad von 0,85 bis 0,9X von Schwungrad bis an die Räder zu Grunde. Moderne Kfz schneiden da natürlich besser ab. Aber für unsere 80er Jahre Autos halte ich 0,85 als Wirkungsgrad (85%) für realistisch. Fasst man mal nach einer Autobahnfahrt an ein Getriebegehäuse oder Differential, dann weiß man wie viel Wärmeenergie im Öl usw. gespeichert ist? Woher stammt die Wärmeenergie? Ah aus Reibung? Aha und die Reibung wiederum aus Bewegungsenergie (Drehmoment an der Kurbelwelle) und diese wiederum aus der chemisch im Kraftstoff gespeicherten Energie, sprich durch die Verbrennung von Kraftstoff.

Aha, jetzt ist auch klar warum die alten Automaten im realen Fahrbetrieb oftmals 1-2l mehr konsumiert haben als die Handschalter. Die Fahrwiderstände sind ja meist gleich, primär Roll- und Luftwiderstand.
Und ein manuelles Getriebe hat normalerweise auch keinen separaten Ölkühler wie die alten Automaten. Gemäß dem Energieerhaltungssatz aus der Physik kann Energie nicht verloren gehen, sie wird nur gewandelt. Und unsere alten Fahrzeuge sind Meister der Wärmeerzeugung. ;-)

Schauen wir uns zunächst einmal eine Leistungsmessung auf einem Rollenprüfstand vom Prinzip her an. Ich nehme das Beispiel eines Handschalters, da es dann einfacher verständlich ist:

1. Fahrzeug mit Antriebsachse auf der Rolle positionieren (Allrad-Prüfstände sind entsprechend verstellbar für beide Antriebsachsen)
2. Fahrzeug sichern und Abspannen, dass die Räder beim Antreiben nicht durchrutschen und somit möglichst viel Drehmoment übertragen werden kann

3. Anbringen der Messtechnik zur Erfassung der Motordrehzahl. Moderne Fahrzeuge über OBD-Schnittstelle, bei älteren mittels Triggerzange am Zündkabel/Zündspule oder über die Lichtmaschinen-Oberwelligkeit
4. Fahrzeug warmlaufen lassen um entsprechend "realen" Fahrbetrieb mit 90 Grad Motoröl etc. zu haben. Bei älteren Fahrzeugen lässt man die Öltemperatur meist weg. Z.B. steht bei meinen Fahrzeugen da Alibi 25 Grad.

5. Anfahren auf Rolle und Hochschalten in den Direktgangs mit 1:1 Übersetzung, so dass die Räder z.B. im 4. Gang knapp über Leerlaufdrehzahl die Rolle antreiben. Dies bedeutet, dass die Eingangswelle gleichschnell dreht wie die Ausgangswelle und die Getriebenebenwelle für die anderen Gangabstufungen somit keinen Kraftschluss hat, was wiederum den Wirkungsgrad des Antriebstrangs geringfügig verbessert.

Quasi fährt man im 4. Gang mit rund 1000 Umdrehungen konstant. Der PC kann daraus das Verhältnis Übersetzung von Motordrehzahl zu Rollendrehzahl automatisch ermitteln und weiß somit welche Übersetzung das Differential und die Reifenkombination zur Folge haben.

6. Nun startet man die Messung und gibt Volllast bei eingeschaltetem Gebläse, damit der Motor nicht überhitzt. Bei moderneren Fahrzeugen kann auch über die OBD-Schnittstelle relevante Werte wie Ansauglufttemperatur etc. mitgeloogt werden.

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honyama, (vor 11 Tagen) @ honyama

7. Der Prüfstand simuliert eine Last in Form eines Widerstands der auf die Rolle wirkt, der Prüfstand "bremst" künstlich, so ähnlich wie eine Bergauffahrt. Je höher die notwendige Last zum Halten des Betriebspunkts (=einer bestimmten Drehzahl), desto höher die abgegebene Radleistung in Form eines Drehmoments (Drehzahl ergibt sich ja aus Rolle bzw. Motordrehzahl). So fährt der Prüfstand mit zunehmender Drehzahl immer die Betriebspunkte ab und zeichnet das abgegebene Motormoment auf. Mechanische Leistung ist das Produkt aus Drehmoment und Drehzahl oder Formel: Pmech= 2Pi*M*N.

Jetzt wird nochmals klar, warum das Ermitteln des Drehmoments so komplex und zentral ist.

8. Bei Vollgas wird ausgekuppelt und jetzt misst der Prüfstand das Ausrollen der Rolle, Räder und sonstigen Komponenten des Antriebsstrangs wie Antriebswellen, Differential, Kardan etc.


Hier wird es nun spannend, denn unser Antriebsmotor hat ja beim Hochlaufen auf der Rolle nicht nur die Radleistung abgegeben, sondern dabei auch die sog. Schleppleistung aufgebracht, damit sich das Rad überhaupt dreht. Sprich all die Reibestellen zwischen Kurbelwelle und Prüfstand.

Bildlich kann man sich das so vorstellen wie auf einem Fahrrad: bei festen Bremsen muss man trettln wie ein Ochse um überhaupt von der Stelle zu kommen und statt gemütlich auszurollen kommt man nach wenigen Metern zum stehen. Sprich die Bewegungsenergie wird in Reibung= Wärme gewandelt.

Zurück zu Punkt 8: Das Ausrollen kann man nun manipulieren, z.B. durch Betätigen der Handbremse. Dann kommt die Rolle schneller zum stehen und das Messprogramm denkt sich:
Boar: hohe Schleppleistung = hohe Verluste UND trotzdem am Rad Leistung XY = Radleistung+ Schleppleistung = Motorleistung

Cool, der Motor muss ja richtig potent sein. Soweit mal die Theorie.


In der Praxis jedoch hat man auch auf einem Prüfstand dynamische Achslasten, sprich das Fahrzeug wird vorne leichter und bei unseren Hinterradgetriebenen BMWs die Hinterachse stärker belastet. Dies führt zu mehr Walkarbeit ("Verformungsarbeit des Reifens") deshalb werden diese ja auch warm auf der Autobahn und viel Kurvenheizen")

Dh. die Bindestelle Rad/Rolle ist immer eine zentrale Messunsicherheit, ebenso das Verhalten des Automatikgetriebes beim Wegnehmen der Last. Manche Automaten gehen in ein Segelmodus und plötzlich wird ein Teil des Getriebes ausgekuppelt, welcher beim Hochlaufen ja ebenfalls mitbeschleunigt werden musste und somit "Reibung" verursachte. Das kann dazu führen, dass die Schleppleistung steigt oder fällt. Erfahrene Prüfstandsleute wissen anhand der Schleppleistungskurve direkt, ob absichtlich gebremst wurde (oder auch Bremsen fest sind).

Vom Prinzip ändert sich ja erstmal nix. Niedrige Radleistung und hohe Schleppleistung ergeben immer dieselbe rechnerisch ermittelte Motorleistung. Doch uns als Fahrer interessiert ja nur die Radleistung, da diese die Fortbewegung des Fahrzeugs ermöglicht. Mehr Leistung am Rad ermöglicht natürlich mehr Beschleunigung, mehr Höchstgeschwindigkeit, sprich mehr Leistung, die für die Überwindung der 4 Fahrwiderstände, namentlich Roll-, Steigungs, Luft- und Beschleunigungswiderstand aufgewendet werden können.

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honyama, (vor 11 Tagen) @ Tom

Ich versuche jetzt nach viel Grundlagentheorie nochmals den Bogen zu deiner eigentlichen Frage zu schaffen, doch ist hierfür nochmals vertiefte Antriebstechnikkunde notwendig

Ja und wie weit beeinflusst jetzt das Automatikgetriebe die Messung?! Klar beantworten- keine Ahnung. Ich kann aber grob einen Einblick in ein Automatikgetriebe geben um das Problem des Messverfahrens zu beschreiben:

Beim 4Hp ist ab ca 85 kmh im 4. Gang eine sog. Wandlerüberbrückungskupplung aktiv. Diese sorgt dafür, dass die Eingangswelle mechanisch mit der Ausgangswelle verbunden wird. Quasi eine 1:1 Übersetzung von Schwungrad zu Getriebeeingang.

Wofür brauch ich wiederum überhaupt einen Wandler im Automatikgetriebe?

Ein Wandler ist eine "hydraulische" Kupplung. Wie alle Kupplungen ermöglicht sie das Angleichen einer Drehzahl. Sprich: Auto steht, Motor läuft im Standgas. Kurbelwelle dreht sich mit 1000 Umdrehungen pro Minute, Rad/Differential und co mit 0 Umdrehungen.

Beim Handschalter übernehmen wir als Fahrer die Drehzahlangleichung durch Erhöhen der Anpresskraft zwischen Schwungscheibe und Kupplung. Auch hier kommt wieder der Energieerhaltungssatz aus der Physik ins Spiel. Da beim Anfahren die Bewegungsenergie der Kurbelwelle nicht verloren gehen kann, entsteht sie als Reibungswärme. Was meine Studierenden immer falsch machen: Eine Kupplung passt nur Drehzahlen an, sie verändert keine Drehmomente!!! Drehmomente kann man nur durch Übersetzungsverhältnisse ändern. Exkurs Fahrrad: Du bringst beim Trettln aufm Heimtrainer oder Fahrrad eine bestimmte, konstante Antriebsleistung, z.B. 250 W. In der Ebene wählst du einen schnellen Gang, dh. Leistung P Tretteln = Zugkraft (F) * Geschwindigkeit. Du entscheidest dich für viel Geschwindigkeit und die lange Übersetzung, weil die Fahrwiderstände (und somit der Zugkraftbedarf) in der Ebene gering sind.

Am Berg benötigst du viel Zugkraft zur Überwindung der Fahrwiderstände, also niedriger gang und dafür wenig Endgeschwindigkeit. Das Produkt aus P= F*V bleibt gleich.

Heißt: Langsames Anfahren oder mit starker Last= langes Schleifen lassen = viel Reibungswärme und somit Verschleiß an der Trockenkupplung. Das ist jetzt aber kein Freifahrtschein für Burnouts in der Innenstadt ;-)

Beim Automatikgetriebe übernimmt das Anfahren der Wandler. der Wandler dreht sich mit Kurbelwellendrehzahl und Innen drin eine gegenläufige Scheibe, die mit dem Getriebe verbunden ist. Mal etwas salopp formuliert und technisch nicht ganz sauber: Mehr Drehzahl = mehr Kraftübertragung auf die 2. Scheibe über das Öl = mehr Drehmoment und Drehzahl an der Getriebewelle= mehr Antriebsleistung aber durch das Öl im Wandler immer gedämpft und somit smooth.

Deshalb fühlt sich das Fahren mit Automatik auch immer so indirekt an, weil eben ein Teil der Bewegungsenergie der Kurbelwelle in Reibungswärme (das Öl als Kupplungselement) im Wandler gewandelt wird und über den Getriebeölkühler abgeführt werden muss = höherer Verbrauch, dafür eben ganz toller Fahrkomfort.

Beim 4Hp wollten die ZF Jungs natürlich zeigen, dass man auch bei höheren Geschwindigkeiten Energie (=Kraftstoff) sparen kann und es bietet sich ja förmlich an, den Wandler bei hohen Geschwindigkeiten zu übergehen, denn der Schlupf (Drehzahlunterschied) zwischen den beiden Scheiben im Ölbad führt ja immer zu Reibung und somit höherem Kraftstoffverbrauch und da das Anfahren mit der Drehzahldifferenz ja bereits erfolgt ist, braucht man den Wandler eigentlich nur noch zum Schalten.

Also schließt ab einer bestimmten Drehzahl bzw. in höheren Gängen die Wandlerüberbrückungskupplung und man hat quasi 1:1 starren Durchtrieb oder auch einen Overdrive, je nach Anordnung der Planetenradsätze. Beim 4HP ist der 3. Gang der Direktgang(1:1) und der 4. als Overdrive (0,83 oder so).

Für die Leistungsmessung sollte aber der Gang und die im Kraftfluss befindlichen Teile immer gleich sein, da sich sonst ja die Schleppleistung verändert. Über die Wählkonsole kann man beim 4HP ab CS/1 den 3. Gang mechanisch sperren. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, weil aus Bauteilschutz- und Komfortgründen kann das Automatikgetriebe trotzdem selbst herunterschalten und somit die aktiven Elemente wie Kupplungen und Zahnräder verändern. Ebenso verändert sich durch das Anwählen eines anderen Gangs der Drehmassenzuschlagsfaktor. Was bedeutet der jetzt und was hat der jetzt mit der Messung zu tun?

Wieder einfach gesprochen: Kolben machen eine translatorische Bewegung "Hoch runter", ein Rad oder eine Kurbelwelle und all die Getriebebauteile wie Zahnräder hingegen eine rotatorische Bewegung. Der Drehmassenzuschlagsfaktor korrigiert die dabei auftretende Trägheit dieser Bauteile, sprich wie stark diese die geradlinige "Fortbewegung" des Autos bremsen und leider ist dieser Korrekturfaktor wiederum gangabhängig. Hier reden wir von Faktoren von rund 1,0 in hohen Gängen bis 1,3 in niedrigen.

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honyama, (vor 11 Tagen) @ honyama

In wie weit und ob das 4HP22 da nun selbst im Rahmen einer Leistungsmessung auf die Schleppleistung eingreift müsste man untersuchen. Ich schätze, dass beim Unterschreiten einer bestimmten Ausrollgeschwindigkeit das 4HP selbst herunterschaltet und somit ein anderer Drehmassenzuschlagsfaktor die Schleppleistung erhöht.

Grundsätzlich geben seriöse Prüfstandsfahrer immer den Verlauf der Schleppleistung an und wenn diese keine plötzlichen Peaks oder ähnliches hat und auch der Wert der Schleppleistung im Bereich von ca. 15-20 % der (maximalen) Motorleistung liegt, dann ist eigentlich alles soweit im grünen Bereich und für deine Vergleiche bzw. Analysen völlig ausreichend. Ich würde sagen, du liegst mit deinen 15 % gar nicht so schlecht und ja, du kannst immer grob sagen, dass 15 % deiner Motorpower sich in heiße Luft auflösen. Darum geht der Trend im Automobilbau ja zu Doppelkupplungsgetrieben oder Automaten mit möglichst vielen Gangabstufung (z.B. 8HP) um den Verbrennungsmotor immer im bestmöglichen Wirkungsgradbereich betreiben zu können.

Nochmal zurück zum Schleppleistungswert:
Liegt er höher als 20 %, dann sollte man die Abspannung der Reifen oder eben alle bisherigen genannten Einflussgrößen näher untersuchen. Noch besser wäre natürlich ein Prüfstandslauf direkt ab Kurbelwelle ;-)

Hoffentlich hab ich dich mit meinen Ausführungen nicht gelangweilt. Die meisten Studis interessieren sich nicht für die Basics moderner Antriebssysteme. Dabei sind diese essentiell um zu verstehen warum aktuell ein großer Run auf E-Antriebe besteht und diese aus technischer Sicht logisch und sinnvoll sind.


Grüße hony

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honyama, (vor 11 Tagen) @ Tom

Hi,
ich habe mir schon gedacht dass ich Dich mit Deinem Wissen locken kann. Vielen Dank für Deine ausführlichen Beschreibungen, ist echt ein interessantes Thema. Die mords Prüfstandaufbauten sind mir damals vom BMW Versuch und der Motorsport GmbH bekannt....is aber auch schon wieder 40Jahre her.

Nehmen wir mal an, ich habe eine Messung nur mit Radleistung und Drehmoment, wieviel muss man deiner Erfahrung in Etwa nach als Verlustleistung ansetzten 3.5er mit 3HP Automatik? Klar ist´s wahrscheinlich ein Ratespiel, aber 15% dürften es doch gut und gerne sein, oder?

Die Verlustleistung von den sagen wir "15%" schlägt doch auch beim Drehmoment zu Buche oder?
Demnach sollte ich bei angenommen 15% Verlusten, auf meinem Protokoll die Radleistung und das Drehmoment 85% der reinen Motorleistung betragen oder?

Ich schmeiß jetzt mal in Raum, Radleistung 233 PS bei 6050 u/min, Max Drehmoment 305Nm bei 3800 u/min, von 3400-5200 über 300Nm.
Leistung steigt bis zum Schluss bis mein Begrenzer sagt....i mog nimmer :-( . Fährt sich geil, hat Biss wie Sau und zieht in jeder Lage, sodann meine Automatik die ersten 40Km/h des ersten Ganges geschafft hat. Die ersten paar Meter sind ziemlich träge, der erste ist aber auch bissl lang geht bis 100 :-)

Gruß Tom

Kurzfassung:

Ja die 15 % Verlust gehen immer vom Drehmoment ab, weil das Drehmoment ja schlussendlich die Zugkraft darstellt. Und alles was im Antriebsstrang reibt, reduziert das Drehmoment. Gammlige Schrauben erzeugen eine Reibkraft(=Wärme) und daher muss man diese mit immer mit viel Schmackes lösen. Je schneller du dann noch die Ratsche drehst, desto mehr Leistung erbringst du. Hoffentlich wird damit nochmals der Unterschied zwischen Drehmoment und Drehzahl und das Produkt aus beidem, die Leistung deutlich. Viele Studis checken das während des gesamten Studiums nicht.

Drehmoment am Motor bzw. Rad = Kraft mal Hebelarm. Der Hebelarm kommt wiederum vom Radius am Rad (salopp formuliert).

Die Drehzahl des Motors ist ja immer linear zur Geschwindigkeit (einfacher Fall konstante Geschwindigkeit ohne Beschleunigung/Abbremsen). Heißt je nach Gang = doppelte Drehzahl = doppelte Geschwindigkeit. Somit kann hier keine Leistung verloren gehen, sondern immer nur beim Drehmoment.

233 PS Radleistung wären ordentlich gegenüber meinem Seriendiagramm! Das fährt sich bestimmt sehr geil. Wenn du jetzt noch deine getriebeseitigen Verluste durch den Einbau eines manuellen 5.Ganggetriebes optimierst, dann hast du richtig Spaß. *Grins grins* PS: Beim Anfahren geht die Energie halt voll in den Wandler und da du nur 3 Gänge zur Verfügung hast, ist der erste Gang eben meistens ziemlich lang. Das ist so, wie wenn du beim Handschalter nur den 2. 4. und 5. Gang zur Vergügung hättest. ;-)

--
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Tom, Schrobenhausen, (vor 6 Tagen) @ honyama

Servus,

wahnsinnnnnnnn, vielen Dank für die fundierten sehr interessanten und ausführlichen Erklärungen. So grob umrissen hab ich ja gewusst, wie das ganze abläuft....aber wie gesagt ganz grob :-D

Das ich mit den 15% Verlust durch die 3HP so in etwa hinkommen müsste,habe ich mir so in der Art gedacht, ist ja auf jeden Fall nicht unrealistisch und geht mit Sicherheit eher Richtung 20% :-P
Eins weis ich aber gewiss, mein Motor verlässt den Motorraum nicht mehr um mit einer Zapfwelle gemessen zu werden.

Ein Schaltgetriebe wär schon geil, hab ich aber leider nicht. Ich hatte mal vor ein 4HP22 zu verbauen und dafür mit der Hinterachse so kurz werden, so dass der vierte dann quasi wieder zu 1 übersetzt ist, dann gäbe es untenrum auch ordentlich Punch.
Bissl weiter träumen...... 8HP wäre schon auch geil. Aber er fährt sich so schon richtig geil, wenn er die erste kleine Anfahrschwäche überwunden hat.

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Gruß
Tom

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honyama, (vor 12 Tagen) @ Tom

Schnitzer S6, MK-Motorsport, Matthes, M635Csi und Konsorten

wer hatte seinen Sechser schon einmal auf einem Leistungsprüfstand und möchte mir die reine Radleistung-/Drehmoment-/Drehzahl mitteilen ...... nix schön gerechnetes...würde mich mal echt interessieren. Dürfen sich auch Leute melden mit den entsprechenden Automatikfahrzeugen. Kein Interesse besteht bei Zwangsbeatmeten :-P

Wie gesagt, reine Radleistung und nix schön gerechnetes mit Schleppleistung und dann womöglich noch auf der Bremse :-D

Falls was kommt, sagt ich schon mal vorab Danke

Vielleicht noch weitere abschließende Anmerkungen dazu:

1. Die Ermittlung der Radleistung und des Drehmoments erfolgt immer auf Basis von Be- bzw. Umrechnungen bzw. der Wandlung von physikalischen Messgrößen wie Drehzahl, Kraft, elektrischer Spannung/ Stromfluss. Gerade die Ermittlung eines Drehmoments an einer drehenden Welle sind hochkomplex im Messaufbau und daher bedient man sich häufig einfachen Hilfsmitteln- z.B. Dehnmessstreifen, die ein elektrisches Signal auf Basis einer werkstoffabhängigen Verformung ("näherungsweise") in ein elektrisches Signal umwandeln, welches dann wieder in einen Drehmomentwert umgerechnet werden. Z.B. das Messprinzip von bezahlbaren Drehmomentmessnaben bei landwirtschaftlichen oder industriellen (Anbau) Geräten. Dann gibt es auch Prüfstände, die die Beschleunigung einer Rolle mit einer definierten Massenträgheit messen und daraus errechnen, welche "Vergleichs-" Kraft am äußerten Radius der Welle angegriffen haben muss, sprich das "errechnete" Drehmoment. Oder man misst die elektrische Energie (Produkt aus Spannung und Strom), welches unter Berücksichtigung eines bestimmten Wirkungsgrades in einen Elektromotor eingespeist werden muss, um einen bestimmten Betriebspunkt (z.B. konstant 2000 Umdrehungen) anzufahren.

2. Die Leistungsermittlung bei einem Automatikfahrzeug ist mit besonderer Vorsicht zu genießen. Normalerweise lässt sich die Leistung bei einem Handschalter im Direktgang (4. Gang), wenn die Eingangs- und Ausgangswelle direkt miteinander verbunden sind, am genauesten messen. Dazu wird bei Vollgas und Abregeldrehzahl die Kupplung gedrückt und das Fahrzeug rollt aus. Bei diesem Messablauf ist die Schleppleistung des Antriebsstrangs am geringsten. Bei einer Automatikmessung wäre ich extrem misstrauisch, da man nicht weiß, ob nicht doch ein Kupplungspaket Alters- und Verschleißbedingt hängt und somit künstlich die Schleppleistung beim Auslaufen erhöht, was ja wieder künstlich mehr Gesamtleistung entspricht. Errechnete Motorleistung = Radleistung + Schleppleistung.

Die ermittelte Radleistung wiederum ist auch abhängig vom Schlupf, also der tatsächlichen Kraftübertragung am Reifen. Auch hier können sich Messfehler einschleichen.

3. Die reine Radleistung ist ebenfalls nur bedingt aussagekräftig, da sie immer nur eine Momentaufnahme unter bestimmten Bedingungen darstellt. Es gibt Veröffentlichungen eines Motorenölherstellers, welcher alleine bis zu +3% Mehrleistung durch die Verwendung eines anderen Motoröls im hohen Drehzahlbereich verspricht. Auch ändert sich während der Leistungsmessung meist die Öltemperatur und somit die Schmierwirkung bzw. die innermotorische Reibung, die ja die gemessene Radleistung ebenfalls stark beeinflussen kann. Z.B. entsteht die größte Reibarbeit eines Verbrennungsmotors an den Kolbenringe und auf Platz 2 an dem gesamten Ventiltrieb. Die Reibarbeit der Kolbenringe exemplarisch wiederum ist abhängig vom Verbrennungsdruck im Zylinder und somit Last- und Drehzahlabhängig. Nimmt man als Ausgangsbasis nun einen 286 ps starken M6 in Serienzustand, wären es alleine durch das super duper Öl bereits 8,5 PS mehr. Die Erwärmung des Getriebe- oder Differentialöls kann die ermittelte Radleistung während des Messvorgangs ebenfalls stark beeinflussen und somit nicht mit der Realität übereinstimmen. Daher würde ich immer mindestens 3 Messläufe hintereinander machen und die Ergebnisse mitteln.

4. Die ermittelte Radleistung haben wir z.B. in Prüfstandsläufen an modernen Fahrzeugen auch alleine dadurch verändern können, dass ein anderer Kraftstoff getankt wurde und die modernen Klopfsensoren und das Steuergerät automatisch die Leistung angepasst haben, mit sehr spannenden und teils bis zu 10 ps stark abweichenden Ergebnissen.
Zu guter Letzt:
Alles in allen sind solche Leistungsmessungen immer was für die Werkstattwand. Mir persönlich ist der Drehmomentverlauf über die Drehzahl und somit die Charakteristik eines Motors entscheidend.

Ein Paradebeispiel stellen die ganzen 4-Zylinder 4-Ventilmotoren der 1980er dar. Der 318is oder auch 190er 2,3-16V wurden mit sensationellen Motorleistungen beworben, doch viele Kunden kamen mit dem spitzen Leistungsband bei oberen Drehzahlen nicht klar und bevorzugten im Alltag doch einen 2-Ventiler, welcher untenrum bereits gutes Drehmoment boten.

So, aber jetzt bin ich auch gespannt auf entsprechende Leistungsdiagramme!

Grüße hony

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Cosmosblauer 09/85 635CSi, Sportsitze pacific mit Klima, abnehm. AHK, 25% Sperrdifferential, SWRA, eSSD, BC2, Tempomat, elek. Antenne, Feuerlöscher Fahrersitz, Sitzheizung vo+hi, Zender-Seitenschweller, Oil-Level-Matic, Öldruck/Temperatur- und Voltanzeige

An die Schnelleren M30 im Land :-) B9, B10, B11, H6, H6s....

honyama, (vor 12 Tagen) @ Tom

https://e30.de/archiv.php

hier findest du übrigens ein paar Werbeprospekte gängiger Tuner als "offizielle" Vergleichswerte.

Z.B. ist unter Hartge ein ganz kleines Leistungsdiagramm abgebildet.

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Cosmosblauer 09/85 635CSi, Sportsitze pacific mit Klima, abnehm. AHK, 25% Sperrdifferential, SWRA, eSSD, BC2, Tempomat, elek. Antenne, Feuerlöscher Fahrersitz, Sitzheizung vo+hi, Zender-Seitenschweller, Oil-Level-Matic, Öldruck/Temperatur- und Voltanzeige

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