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6CS/1 Motorölkühler und Werkstoffpaarungen (BMW-E24-Forum)

erwin, Barcelona, (vor 2038 Tagen) @ Tom

Oha Tom,

es ist über 20 Jahre her, dass ich den mal abgeschraubt habe aber ich erinner mich noch, dass ich mich über das Gewicht gewundert habe da ich annahm, dass er aus Alu sei.

Die Hand würde ich mir dafür nicht abhacken lassen.

Wenn er aus Alu oder Kupfer sein sollte, dann macht Edelstahl keine Probleme.

Ansonsten muss man mit Edelstahl an Karossen und überhaupt sehr vorsichtig sein.

Gruss Erwin

.

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PS: Wo wir schon dabei sind, hier mal eine kleine Verdeutlichung für alle, wie Metalle mit verscheidenen elektrochemischen Potentialen miteinander reagieren.

Die elektrochemischen Potentiale (die Eigenenergier gewissermassen) werden in einem Elektrolyten durch den Vergleich mit Wasserstoff gemessen. Wasserstoff wird als Nullpunkt angesetzt (wie Celsuis oder Fahrenheit bei der Temperatur).

Wen es interessiert, hier gute Links zu dem Thema:
https://www.seilnacht.com/Lexikon/normalp.htm
https://stalderag.ch/dbFile/524/u-c5f1/Merkblatt-829_Edelstahlt-Rostfrei-in-Kontakt-mit...
https://www.tis-gdv.de/tis/misc/korro.htm/
https://www.tis-gdv.de/tis/misc/elektro-htm/

Und hier besonders abgehoben auf die Stahl-Alu-Paarung, z.B. im Karosserieleichtbau ein Problem.


Bei dem Aufbau wird eine Metallplatte in einen Elekrolyten (Wasserbad) getaucht und Wasserstoff eingebracht. Mit einem Voltmeter kann man nun eine Spannung messen und mit dem Amperemeter auch einen Strom (welcher aber von der Grösse der Metallelektrode abhängt. Kleine Elektrode = kleiner Strom / grössere Elektrode = grösserer Strom

Bei der Werkstoffparrung Karosserieblech-Edelstahlschrauben geht die Korrosion los, sobald man das Auto wäscht, weil die elektrochemischen Poteltiale beider Metall sehr unterschiedlich sind.

Mann kann das für alle Metallpaarungen in den Tabellen für elektrochemische Potentiale selber leicht nachsehen, wie verscheidene Metalle miteinander reagieren, wenn ein Elektrolyt (meist Wasser oder im Winter Salzwasser) ins Spiel kommt.

Dabei geht immer das unedlere Metall in Lösung.

Eisen hat ein Poteltial von etwa -0,44V

Karosseriestahl hat ein Poteltial von etwa -0,70V

Das kommt daher, dass Karosseriestaht bearbeit (legiert, gewalzt, geschmiedet) wurde und dadurch veredelt wird und somit

Edelstahl (V2A) het eines von + 0,20 V

Edelstahl (V4A) het eines von + 0,40 V

Bei der Paarung V4A und Stahlbleuch ergibt sich einen Spannung von (+0,40V) - (-0,70V) = 1,10V. Das Stahlblech ist das unedle Metall, hat einen hohen Lösungsdruck und geht in Lösung, sprich rostet.

Bei der Paarung V2A und Stahlbleuch ergibt sich einen Spannung von (+0,20V) - (-0,70V) = 0,90 V. Da ist der Lösungsdruck geringer.

Verzinkt man Stahlblech entsteht eine Bimetall.

Zink ist etwas unedler (ca. -0,70V) als Stahlblech (-0,50V). Solange die Zinkschicht geschlossen bleibt schütz sie das Stahlblech. Wird die Zinkschicht bis zum Stahlblech beschädigt, dann setzt bei Hinzukommen von Wasser Korossion ein. Dabei geht das Zink in Lösung und das Eisen (Stahl) wird geschützt.

Bei Seeschiffen wendet man diesen Effekt an und bringt unter der Wasserlinie liegende Opferanoden an, die statt des Stahls des Schiffrumpfes in Lösung gehen, sich also opfern.

Ich habe an meiner Diva gleich die angeschraubten Halter und Bleche an der Front, unter der Stoßstange, im Radkasten die Abdeckungen vorne und hinten feuerverzinken lassen.

Und - jetzt werden mich manche schlagen - den Achskörper der Vorder- und Hinterachse.
Mein Prüfer meint (der das Fahrzeug seit 18 Jahren kennt), dass das klasse aussieht. ;-)
Von den Achsen Habe ich rechts und links ein Masseband an die Karosserie gelegt und wenn es feucht wird müssen die Zinkatome sich halt opfern. ;-)

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